7. Interkultureller Iftar in Neuss: Ein Zeichen für Dialog und Zusammenhalt
Der 7. Interkulturelle Iftar in Neuss stand ganz im Zeichen von Dialog, gegenseitigem Respekt und gelebtem gesellschaftlichem Miteinander. In einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre kamen Menschen unterschiedlicher Herkunft und religiöser Prägung zusammen, um Gemeinschaft zu erleben, Perspektiven auszutauschen und ein starkes Zeichen für Zusammenhalt in Vielfalt zu setzen.
Veröffentlich: 17.03.2025
Am 4. März 2026 fand in Neuss der 7. Interkulturelle Iftar – Fastenbrechen statt. Die Veranstaltung brachte Menschen unterschiedlicher Herkunft, Lebensrealitäten und religiöser Prägungen in einer offenen und wertschätzenden Atmosphäre zusammen und setzte ein sichtbares Zeichen für Dialog, gegenseitigen Respekt und ein solidarisches Miteinander. Organisiert wurde die Veranstaltung von drei Hauptveranstaltern: dem Lernzentrum Novaesium e.V., Puzzle – Frauen für Toleranz und Dialog e.V. sowie der Evangelischen Kirchengemeinde Neuss Süd. Als Kooperationspartner wirkten der Neusser Tandem Treff e.V. und Harmonie e.V. mit. Veranstaltungsort war das Erzbischöfliche Berufskolleg Neuss (Marienhaus).
Bereits zu Beginn wurde deutlich, dass der interkulturelle Iftar weit mehr als ein gemeinsames Fastenbrechen ist: Er bot Raum für persönliche Begegnungen, für den Austausch über religiöse und gesellschaftliche Perspektiven sowie für das bewusste Erleben von Gemeinschaft über kulturelle und konfessionelle Grenzen hinweg. Durch das Programm führte Ahmet Faruk Sahin, der den Abend eröffnete und moderierte. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung von Mücahit Akif Uzun mit einer Darbietung auf der Ney-Rohrflöte, die dem Abend einen besonderen und stimmungsvollen Rahmen verlieh. In den anschließenden Begrüßungsworten unterstrichen Mustafa Yaşar für das Lernzentrum Novaesium e.V., Durdu Yavuz für Puzzle – Frauen für Toleranz und Dialog e.V., Pfarrerin Nadine Appelfeller für die Evangelische Kirchengemeinde Neuss Süd, Heide Weßling für den Neusser Tandem Treff e.V. sowie Selçuk Akdağ für Harmonie e.V. die Bedeutung von Begegnung, gegenseitiger Achtung und zivilgesellschaftlichem Engagement für ein gelingendes Zusammenleben. Auch die Grußworte der eingeladenen Gäste machten die gesellschaftliche Relevanz der Veranstaltung deutlich. Sandra Lohr, stellvertretende Landrätin, Murat Yazgı von VEZ e.V. sowie Thomas Burgmer, Pastoralreferent der Katholischen Kirchengemeinde St. Quirinus Neuss, würdigten den interkulturellen Iftar als ein wichtiges Format des Austauschs und der Verständigung. Ihre Beiträge machten deutlich, wie wertvoll Orte des Gesprächs und der gemeinsamen Erfahrung gerade in einer vielfältigen Gesellschaft sind.
Einen inhaltlichen Schwerpunkt des Abends bildeten zwei Beiträge zum Thema Verzicht. Enes Ataç sprach als Islamwissenschaftler über den „Verzicht aus islamischer Sicht“ und eröffnete dabei Einblicke in die spirituelle und ethische Bedeutung des Fastens im Islam. Im Anschluss erläuterte Pfarrerin Nadine Appelfeller den „Verzicht aus christlicher Sicht“ und brachte die christliche Perspektive auf Besinnung, Verantwortung und bewusstes Innehalten in den interreligiösen Austausch ein. Beide Beiträge verdeutlichten auf eindrucksvolle Weise, dass das Nachdenken über Verzicht in verschiedenen religiösen Traditionen verankert ist und als gemeinsamer Ausgangspunkt für Verständnis und Dialog dienen kann. Vor dem Iftar trug der Gebetsruf zu einem würdevollen Übergang in den gemeinsamen Abend bei. Für die anwesenden Gäste wurde dessen Bedeutung zudem in deutscher Sprache erläutert, sodass auch nichtmuslimische Teilnehmende diesen Moment besser einordnen konnten. Das anschließende Iftar bot den Gästen Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen, Erfahrungen zu teilen und neue Kontakte zu knüpfen. Gerade dieser persönliche Austausch prägte den Charakter der Veranstaltung und verlieh dem interkulturellen Iftar seine besondere Tiefe.
Den Abschluss des Abends gestaltete Ulrich Höhl mit der Abmoderation und einer kurzen Reflexion gemeinsam mit den Gästen. Zunächst bat er um einen großen Applaus für die gelungene Organisation des Abends. Anschließend griff er einzelne Elemente des Programms noch einmal auf und richtete Fragen an die Anwesenden. In diesem Zusammenhang wurden unter anderem die Bedeutung des Gebetsrufs sowie das Instrument Ney nochmals erläutert. Die Rückmeldungen der Gäste waren durchweg positiv und von großer Wertschätzung geprägt. Dadurch wurde erneut sichtbar, wie wichtig solche Begegnungsräume für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sind. Als Zeichen des Friedens erhielten die Gäste zum Abschluss Olivenzweigstecklinge, die als Symbol des friedlichen Miteinanders sehr positiv aufgenommen wurden.
Der 7. Interkulturelle Iftar war damit nicht nur ein gemeinsames Fastenbrechen, sondern ein gelungenes Beispiel für gelebten Dialog, respektvolle Begegnung und ein offenes, friedliches Miteinander in Neuss.
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